Sonntag, 15. Oktober 2017

Rezept für selfmade Kürbis Granola: Mein liebstes Herbst-Knuspermüsli


Die Tage werden kürzer und kälter. Während die Temperaturen fallen, fällt es mir immer schwerer jeden Morgen mein kuschlig warmes Bett zu verlassen. Wer würde nicht am liebsten zu Hause bleiben und es sich zwischen einer Vielzahl von fluffig weichen Kissen gemütlich machen? Leider ist das nicht die Realität. Aber träumen darf man ja. Also wurden andere Mittel und Wege für die bestmöglichste Motivation gesucht. Und siehe da, der erfolgreichste Weg ist natürlich essen. Genauer gesagt leckeres Kürbis Granola oder auch mein liebstes Herbst-Knuspermüsli. Einmal zubereitet und schon hast du Frühstück für die ganze Woche. Montags mit Naturjoghurt serviert, am Dienstag zusammen mit Apfelmus und mittwochs vielleicht ganz pur. Ganz wie du magst. Umso unkomplizierter, umso besser. Für mich reicht ein kleiner Schuss Milch dazu und fertig. Die Textur meines Müslis ist einfach himmlisch. Oft sind diese mir einfach zu trocken, doch bei dieser Version wird dein Herzchen direkt ein paar Takte höher schlagen. Außerdem ist hier richtig gutes Zeug drin. Überzeug dich selbst. Ein nussiges Aroma, leckeres Kürbispüree und süße Cranberrys sind nur ein kleiner Teil der Leckerbissen welche dich erwarten.

 

In den letzten Wochen habe ich so viele Kürbisse ergattert, dass ich direkt ein wenig überfordert war. Was alles mit den tollen Dingern anstellen? Wenn man in einen 400 Mann Dorf wohnt, ist es wirklich keine Seltenheit, dass die lieben Nachbarn mit den größten Kürbissen bepackt in Dauerschleife vor der Tür stehen und fragen: "Jasmin du machst doch irgendwas mit essen. Brauchst du noch nen Kürbis? Ja! Brauch ich. Immer her damit. Aber was macht man mit gefühlten 5 Tonnen davon? Das verrat ich dir. Für die herzhaften Mäulchen kann er im Ofen geröstet oder für leckeren Couscous Salat verwendet werden. Genauso gut macht er sich als Püree, in der Kürbissuppe oder als Füllung von Ravioli. Ansonsten kommt er natürlich ins Gebäck. Ob im Kuchen, Brownies, als Kürbisschnecken oder eben in diesem super köstlichen Müsli. Ich kann dir versichern, auch im nächsten Essen werde ich so viel wie nur möglich integrieren. Das ist der Plan.

 

* Für minimalen Arbeitsaufwand empfehle ich dir, beim nächsten Einkauf zwei Kürbisse zu schnappen und aus diesen möglichst viel Kürbispüree herzustellen. In kleinen Portionen abfüllen und nach Gusto fix auftauen und für deinen nächsten Leckerbissen zu verwenden. Das ist wirklich gold wert.





Kürbis Granola



Zutaten:


200 g Haferflocken

80 g gehackte Walnüsse

100 g gehackte Pekanüsse

100 g Kürbiskerne

150 g getroknete Cranberrys

3 kleine Äpfel

50 g Butter

150 ml Ahornsirup

130 g Kürbispüree

1 EL Kokosöl

2 TL Zimt

1/2 TL Muskatnuss

1/2 TL Ingwer

1/2 TL Meersalz

2 TL Vanille-Extrakt

4 EL Honig


Zubereitung:


Für das Kürbispüree einen Hokkaidokürbis halbieren und die Kerne mit einem Löffel ausschaben. Kürbsihälften auf ein mit Backpapier belegtes Backblech geben und im Ofen für 45-60 Minuten bei 180° C backen. Aus dem Ofen nehmen und abkühlen lassen. Das Kürbisfleisch von der Schale entfernen und in einer Schüssel pürieren. 130 g für das Granola zurücknehmen und das restliche Kürbispüree in Gefrierbeutel geben und einfrieren. Hält sich bis zu 6 Monate. So musst du es nur einmal zubereiten und kannst dir immer die Portionen nehmen, die du brauchst.

 

Ofen auf 160° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier ausstatten.

In einer großen Schüssel die Haferflocken, Walnüsse, Pekanüsse, Kürbiskerne und Cranberrys mischen. Äpfel schälen, entkernen, in Würfel schneiden und ebenfalls untermengen. Beiseite stellen. In einer separaten Schüssel Ahornsirup, Kürbispüree, Kokosöl, Gewürze und Vanille verrühren. Anschließend die Butter in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze schmelzen, bis sie braun geworden ist. Sobald die Butter gebräunt ist, diese langsam zur Kürbismischung geben und gut verrühren. Die Mischung zu den trockenen Zutaten geben und gründlich vermengen. Das Granola auf dem vorbereiteten Backblech verteilen und mit 2 EL Honig beträufeln. Im Ofen für 40 Minuten backen. Dabei aller 15 Minuten nochmals durchrühren, damit nichts verbrennt. Beim letzten Durchgang die restlichen 2 EL Honig über das Granola träufeln. Aus dem Ofen nehmen und komplett auskühlen lassen. Hält sich im Kühlschrank ca. 1 Woche.



Mit diesem Herbstknaller versuche ich mein Glück bei der lieben Antonella vom Blog "Antonellas Backblog". Diese hat ein tolles Event auf die Beine gestellt, bei dem ich nur zu gern mein Glück versuche. Drück mir fest die Däumchen!

 

http://antonellasbackblog.de/mein-herbstliches-blogevent/


Samstag, 14. Oktober 2017

Herbstschlemmerei Klappe die Vierte! Kürbis-Karotten Gewürzkuchen mit gerösteten Haselnüssen und Ahorn Glasur


Das perfekte Herbstwochenende. Für mich bedeutet das kalte und eisige Luft, aber dennoch trockenes Wetter. Bäume glänzen in einer Mischung aus Rot, Gelb, Orange und Grüntönen. Die Wege sind gesäumt mit Äpfel- und Birnenbäumen. Da werden direkt ein paar reife Exemplare für die nächste Rezeptidee gepflückt. Vielleicht als Füllung für Zimtschnecken oder für wärmenden Apple Cider. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Anschließend werden zu Hause schnell frische Waffeln gemacht, sich in die wärmste Decke eingewickelt und das feine Zeug genüsslich gegessen, während draußen die Sonne untergeht. So stell ich mir das vor.

 

Dieses herrliche Wochenende kommt dem schon ziemlich nahe. Mit ein paar klitzekleinen Ausnahmen. Zum einen ist die Luft nicht wirklich eisig. Ähm liebe Wetterfee, wir haben Oktober. Ich bin für + 20 Grad Klamotten- und Gefühlstechnisch nicht mehr optimal ausgestattet! Zum anderen fällt die Sache mit den Waffeln aus. Das ist aber auch gar nicht schlimm. Ich hab für perfekten Ersatz gesorgt. Es gibt Hasenfutter. Na gut, nicht direkt. Aber zu leckeren Möhrchen würden die kleinen Tierchen sicher nicht nein sagen. Der Grund dafür ist das Thema unserer letzten Woche der Herbstschlemmerei (aus der Gemüsekiste). Leicht überfordert machte ich mir über dieses Thema Gedanken. Kochen fiel schon einmal aus. Meine Fähigkeiten in diesem Bereich beschränken sich auf schneiden und rühren. Ein 3-Gänge-Menü kann man damit nicht zaubern. Glaub mir, ich hab es versucht. Und als so richtig herbstliches Gemüse kommt für mich auch nur der Kürbis infrage. Und Süßkratoffel. An diese habe ich allerdings erst gedacht, nachdem littlesweetthings ihre himmlischen Süßkartoffel Cupcakes präsentiert hat. Also doch der Kürbis. Ein paar Karotten und eine handvoll Gewürze und das herbstliche Gemüseglück ist perfekt. Durch die beiden leuchtend orangenen Alleskönner wird der Teig sensationell saftig und nimmt eine tolle Farbe an. Dazu geröstete Haselnüsse mit einem leicht salzigen Pfiff und eine Ahorn Glasur, die einfach nur glücklich macht. Und schon kannst auch du dein Wochenende in vollen Zügen genießen. Die Beiträge unserer letzten Event-Woche gibt´s obendrauf.

 

Montag: fraustillerbackt - Kürbis Grießbrei mit roter Beete

Dienstag: littlesweetthings - Süßkartoffel Cupcakes mit Marshmallow Topping

Mittwoch: Backstübchen - Pizza mit Rosenkohl, Parmaschinken und Mozarella

Donnerstag: Amandasliebe - Pilzquiche mit Bergkäse

Freitag: Herzstück - Gefüllte Zucchini

Samstag: Sahnewölkchen -  Kürbis-Karotten Gewürzkuchen 

Sonntag: Keksstaub - schau unbedingt vorbei





Kürbis-Karotten Gewürzuchen mit gerösteten Haselnüssen und Ahorn Glasur

(22x28 cm)


Zutaten:


Teig:

300 g Mehl

2 TL Backpulver

1 Prise Salz

1 TL Zimt

1/2 TL Muskat

1/4 TL Kardamom

1/4 TL Ingwer

200 g brauner Zucker

150 g Butter

3 Eier

150 g Kürbispüree

60 ml Ahornsirup

180 g Karotten (ca. 3 Stück)

 

geröstete Haselnüsse:

1 EL Butter

1 EL brauner Zucker

100 g Haselnusskerne

1/2 TL Meersalz


Ahorn Glasur:

200 g Puderzucker

1 EL Milch

3 EL Ahornsirup


Zubereitung:


Ofen auf 180° C vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier ausstatten und einen Backring in der vorgegebenen Größe darauf platzieren.

Das Mehl zusammen mit dem Backpulver, Salz und Gewürzen in einer Schüssel mischen und beiseite stellen. Butter und Zucker in einer separaten Schüssel für ca. 3 Minuten verrühren. Die Eier nach und nach hinzufügen und ebenfalls unterrühren. Kürbispüree und Ahornsirup zugeben und gut vermixen. Die Mehlmischung in mehreren Portionen zugeben und solange vermengen, bis ein glatter Teig entstanden ist. Nun die Möhren schälen, raspeln und mit einem Teigschaber unter den Teig heben. Diesen nun in den vorbereiteten Backrahmen füllen und für 30-35 Minuten im vorgeheizten Ofen backen. Stäbchenprobe. Aus dem Ofen nehmen und vollständig auskühlen lassen.


In der Zwischenzeit die Nüsse vorbereiten. Hierfür Butter und Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Temperatur zum schmelzen bringen. Solange rühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Die Nüsse zugeben und in der Pfanne schwenken, bis sie mit der Buttermischung überzogen sind. Für ein paar Minuten in der Pfanne rösten lassen. Die Nüsse sollten leicht gebräunt sein und ein nussiges Aroma entfalten. Vorgang wiederholen und zwischendurch gut rühren. Die Nüsse auf einem Blatt Backpapier ausbreiten und das Meersalz darüber geben. Für 10 Minuten im Kühlschrank aushärten lassen.


Für die Glasur den Puderzucker in eine Schüssel sieben. Milch und Ahornsirup hinzugeben und solange verrühren, bis eine cremige Konsistenz entstanden ist. Den Kuchen in Stücke schneiden, die Glasur darüber geben und mit den gerösteten Haselnüssen belegen.




Den fantastischten Sonntag mit viel Sonne und einem langen Herbstspaziergang!

Liebst, Jasmin

Sonntag, 8. Oktober 2017

Rezept für obersaftiges Bananenbrot mit Nüssen


Warum findet man hier eigentlich noch kein Rezept für Bananenbrot? Dabei liebäugeln wir beide ja schon eine ganze Weile miteinander. Das Bananenbrot und ich. Bisher hat es nur einmal den Weg in den Ofen gefunden. Das Ergebnis war nicht gerade sehr schmackhaft. Ein Jahr später nun, habe ich mich entschieden unserer Beziehung nochmal eine Chance zu geben. Denn so ein ordentliches Bananenbrot darf im Herbst einfach nicht fehlen. Widerstand zwecklos. Also wurde der lang ersehnte Geschmackstraum erneut in die Tat umgesetzt und das heimische Wohnzimmer mit bananigen Kuchenduft erfüllt. Ich kann dir sagen, dieses Mal ist es so unendlich viel besser, als ich es mir in meinem Köpfchen ausgemalt habe. So saftig, dass ich es am liebsten im 5-Minuten-Takt verputzen könnte.

 

In der Sonne des Ofens nehmen die superreifen Bananen ein Teigbad und machen das feine Bananenbrot zusammen mit den Nüssen auch noch zum gesunden Leckerbissen. Ist ja Obst drin, ganz klar. Für den Sommer hat es sich ja eindeutig ausgestraht. So aber nicht für meinen famosen Bananenbrotkuchen. Ja richtig gelesen. Keine Ahnung ob mehr Brot oder Kuchen, hauptsache lecker. Ich wage des Weiteren zu behaupten, dass er der neue Liebling im Hause Sahnewölkchen ist. Schmeckt nicht nur pur zum Nachmittags-Käffchen, sondern auch frisch getoastet mit Nutella oder Erdnussbutter bestrichen. Ich sags dir, mehr geht nicht! Wie isst du dein Bananenbrot am liebsten? Verrat es mir, ich bin gespannt.