Sonntag, 24. April 2016

Ein neuer Gast in meiner Küche! Rhabarbertarte mit Zuckerkruste


Ich begrüße einen neuen Gast in meiner Küche: Rhabarber! Endlich findet man die kleinen Stangen in ihrer ganzen Farbpracht wieder in den Regalen und weiß, dass der Frühling nun offiziell eingekehrt ist. Ach wie habe ich innerlich gejubelt als mir diese Leckerchen unter die Augen kamen. Ein hoch auf die Rhabarberzeit.

 



Das tolle am Rhabarber ist ja, dass er fruchtig frisch schmeckt und dabei noch ein Touch sauer ist. Das findet man sonst bei vielen Obstsorten nicht und macht ihn umso beliebter. Ich liebe ihn in Kombination mit Himbeeren, Erdbeeren oder auch als Limonade, Mousse oder Eis. Ja Rhabarber und ich, wir sind schon gute Freunde. 



Die Tarte ist rasch und spontan herzustellen, da sich alle Zutaten ganz sicher irgendwo in euren Küchenschränken tummeln. Aufwand gleich Null. Das Rezept lässt sich mit anderen Früchtchen natürlich auch herrlich abwandeln. Also backt euch glücklich. Ein Kügelchen Vanilleeis dazu und ihr schmelzt nur so dahin. Mhhh...





Das Rhabarberfieber macht überall die Runde und ich schließe mich nur zu gern an. Lieber Frühling, ich danke dir dafür und deshalb habe ich hier für alle Rhabarberfans das welteinfachste - und leckerste Rhabarbertarte Rezept.


Rhabarbertarte mit Zuckerkruste

(28 cm Durchmesser)


Zutaten:


200 g Rhabarber

200 g Mehl

1 1/2 TL Backpulver

1 Prise Salz

100 g Butter

190 g Zucker + 2 EL

1 Pck. Vanillezucker

2 Eier

Mark von 1 Vanilleschote 

200 ml Milch 

3 EL gehackte Mandeln


Zubereitung:


Ofen auf 180° C vorheizen. Die Tarteform mit etwas Butter einfetten.

Rhabarber waschen, putzen und in kleine Stückchen schneiden. Mehl, Backpulver und Salz in einer kleinen Schüssel mischen. In einer anderen Schüssel Butter, 190 g Zucker und Vanillezucker ca. 3 Minuten schaumig schlagen, bis eine hell cremige Masse entsteht. Ein Ei nach dem anderen hinzufügen und gut verrühren. Das Mark der Vanilleschote hinzufügen und die Mehlmischung abwechselnd mit der Milch ebenfalls zugeben und untermischen bis eine konstante Masse entsteht. Den Teig in die Form geben und den Rhabarber auf der Oberfläche verteilen. 2 EL Zucker über den Rhabarber streuen. Die Tart für 10 Minuten bei 180° C backen. Anschließend die Temperatut auf 150°C reduzieren und die gehackten Mandeln auf die Oberfläche geben. Für weitere 30 Minuten backen bzw. bis er goldbraun ist. Stäbchenprobe. Abkühlen und schmecken lassen.




Genießt den feinen Frühlingstag!

Sonntag, 17. April 2016

Sahnig, sahniger, Kokosnuss-Limetten Cream Pie mit Pistazien


Der Pie meiner Träume. Meiner sahnigen Träume. Ein richtiges Sahnewölkchen. Hach. So aber jetzt mal Butter bei die Fische, wie der Name schon sagt besteht dieser Pie hauptsächlich aus lecker Creme. Creme und Sahne. Für alle, die beiden diesen zwei Wörtern schon die Hände vor den Augen zusammenschlagen, ist dieses Rezept wahrscheinlich nichts. Für alle Schleckermäuler, die Lust auf einen Ausflug nach Kalorienreichhausen haben, aber genau das Richtige.



Spätestens wenn der Duft von gerösteten Pistazien und Kokosflocken durch die heimische Küche weht, fühlt man sich glatt an einen tropischen Karibikstrand versetzt. Fehlt nur noch ein bunter Cocktail mit kleinem Schirmchen in der Hand und alles ist perfekt. Gepaart mit Limette eine richtige Traumkombi. So kann man sich den Sommer auch nach Hause holen.



Der Pie backt sich förmlich von alleine. In den Ofen schieben? Brauch er nicht. Zutaten kompliziert vermengen? Wo denkt ihr nur hin. Da wird alles einfach ratz-fatz zusammengerührt, ein bisschen gekocht und dann verbringt er seine Nacht im Kühlschrank, um am nächsten Morgen genüsslich verputzt zu werden.



Leider hat er es nicht bis zum Kaffeetisch geschafft. Manchmal setzt es in meinem Köpfchen einfach ein wenig aus. Da wird zur Gabel gegriffen und fröhlich Kokosnuss Pie aus der Form geschaufelt. So essen die in Amerika ihre Pies doch auch oder? Anschließend konnte ich nur noch auf der Couch vor mich hinvegetieren, aber war ja Sonntag, da soll man sich sowieso nicht zu viel bewegen.




Kokosnuss-Limetten Cream Pie mit Pistazien

(für eine 9-inch Pie Form)


Zutaten:


Boden:

30 g gehackte Pistazien

50 g Kokosflocken

200 g Butterkekse

100 g Butter


Creme:

5 Eigelb

270 ml Kokosmilch

65 g Stärke

150 g Zucker

1 Prise Salz

Schale von 1 Limette

400 ml Milch

2 EL Butter

Saft von 1 1/2 Limetten


Belag:

200 ml Sahne

1 Pck. Vanillezucker

2 EL Puderzucker

eine handvoll gehackte Pistazien


Zubereitung:


Pistazien in einer fettfreien Pfanne bei mittlerer Hitze ca. 8 Minuten lang rösten. Dabei die Pfanne immer wieder schwenken, damit nichts anbrennt. Wenn sie anfangen herrlich zu duften, dann sind sie genau richtig. In eine kleine Schüssel geben und abkühlen lassen. In die gleiche Pfanne nun die Kokosflocken geben und auf geringer Hitze rösten. Nach etwa 2 Minuten sollten sie leicht gold-braun sein. Kokosflocken zu den Pistazien geben und vermengen. Anschließend die Butterkekse zerkleinern und in eine Schüssel geben. Butter bei niederiger Wärme in einem Topf zum schmelzen bringen. Geschmolzene Butter zu den Keksen geben und gut vermengen. Pistazien-Kokosmischung ebenfalls hinzufügen und solange unterrühren, bis eine homogene Masse entsteht und alles zusammenklebt. Alles in eine ungefettete Pieform geben und am Boden und den Seiten am besten mit einem Glas festdrücken. In den Kühlschrank geben.


Die Eigelbe in einer Schüssel aufschlagen. In einem größeren Topf die Kokosmilch geben. Stärke, Zucker und Salz mischen und mit einem elektrischen Mixer unter die Kokosmilch rühren. Limettenschale dazugeben. Die Milch ebenfalls unterrühren. Die Mischung nun zum kochen bringen. Dabei konstant mit dem Schneebesen rühren, damit sich am Boden nichts absetzt und anbrennt. Sobald die Masse anfängt zu blubbern und eindickt, Hitze reduzieren und für weitere 2-4 Minuten köcheln lassen. Dabei das Rühren nicht vergessen. Es sollte nun eine Art dicker Pudding entstanden sein. Den Topf dann vom Herd ziehen.


Die Kokos-Milchmischung nun löffelweise zu den Eigelben geben und mit dem elektrischen Mixer gut verrühren, bis ihr die ganze Masse übertragen habt. Die Creme zurück in den Topf geben und nochmals bei geringer Hitze für 1-2 Minuten köcheln lassen. Anschließend alles durch ein Sieb streichen und für 5 Minuten abkühlen lassen. Gelegentlich rühren, damit keine Haut entsteht. Jeweils einen Löffel Butter unterrühren, bis diese sich vollständig mit der Creme verbunden haben. Limettensaft hinzufügen und ebenfalls unterrühren. Auf den vorbereiteten Boden geben und über Nacht im Kühlschrank lagern. Vor dem Servieren die Sahne steifschlagen. Vanille- und Puderzucker dabei einrieseln lassen. Auf den Pie geben, mit gehackten Pistazien bestreuen und genießen.




Habt den schönsten Sonntag!

Sonntag, 10. April 2016

Easy Peasy Früchteriegel


Chia-Samen, Nüsse, Kokosflocken, Goji-Beeren... Superfood wo man nur hinsieht. Es gibt so unfassbar viele Möglichkeiten diese Produkte zu verwerten und eine schöner als die Andere. Was mir noch fehlte war ein gesunder und energiereicher Snack für zwischendurch. Einfach zuzubereiten, handlich, gut zu transportieren und länger haltbar sollte es sein. Taadaaa da sind sie. Die kleinen Powerpakete, die all diese Kriterien erfüllen.




Manchmal kommt die Zeit in der man ausgelaugt ist vom vielen Lernen, der Arbeit oder vom Sporteln. Da benötigt man schon mal einen kleinen Energielieferanten. Oder ihr habt euch einfach entschlossen eine gesunde Etappe zu starten und einmal richtig Energie zu tanken. Dann ist dieser Snack genau das Richtige für den passenden Energiekick. Ein Power-Kick auch für Unterwegs.




Sie sind im Gegensatz zu ihren Kollegen aus dem Supermarktregal unglaublich lecker, super simpel und schnell gemacht und man weiß was drin ist. Die Zutaten könnt ihr nach Lust und Laune variieren und kombinieren. Den Geschmacksrichtungen sind hier keine Grenzen gesetzt und es kommt nur das rein, was euch schmeckt. Wenn ihr also auf Nummer sicher gehen wollt, dass euch die Energie nicht flöten geht, dann schnappt euch eure Lieblingszutaten und legt los. Ein wahres Kinderspiel und nachmachen lohnt sich!




Aber das Beste hab ich ja noch gar nicht verraten. Diese kleine Geheimwaffe stillt unfassbar gut das Verlangen nach süßem Zuckerzeug. Wenn der Heißhunger zu groß wird oder ihr hungrig seid, aber nichts Großes essen wollt, dann schnappt euch einfach ein Riegelchen und rein damit in die Futterluke. Praktischer geht´s kaum.



Easy Peasy Früchteriegel

(für 8 Stück)


Zutaten:


90 g getrocknete Cranberrys

150 g Softaprikosen

2 EL Honig

100 g Haferflocken

1 gehäufter EL Chia-Samen

75 g Ananassaft

4 Backoblaten


Zubereitung:


Cranberrys und Aprikosen in einer Küchenmaschine zerkleinern. Haferflocken, Chia-Samen, Ananassaft und Honig dazu geben und gut vermischen, bis sich alles zu einer geschmeidigen Masse zusammenfügt. Die Mischung nun auf zwei der Oblaten streichen und gut verteilen. Die anderen beiden Oblaten oben auflegen und leicht andrücken. Kühl lagern und am nächsten Tag zurecht schneiden. Fertig!


Luftdicht verpackt halten sie sich problemlos 1-2 Wochen. Möglicherweise auch noch länger, aber bis dahin waren sie bei uns immer schon aufgegessen.




Happy Happy Sunday!

Sonntag, 3. April 2016

Nach Ostern ist vor Ostern! Hot Cross Buns mit Cranberrys und weißer Schokolade


Bääämmm. Ich schwebe offiziell im Hot Cross Bun Himmel. Fast täglich fielen mir in den letzten Wochen diese süßen Milchbrötchen ins Auge. Ob Instagram oder Pinterest, scheinbar überall wurden sie zu Ostern zubereitet und ließen mein Herz bei jedem neuen Bildchen ein wenig höher hüpfen.



Die Buns sind in England wahnsinnig beliebt und werden oft zum Karfreitag gebacken. Wie der Name schon sagt, schmecken sie am allerbesten wenn sie noch warm gegessen werden. Perfekt für die Osterzeit. Da diese nun vorbei ist, blieben zwei Möglichkeiten. Ein ganzes Jahr sehnsüchtig warten (na sicher) oder Schürze umlegen und los. Da mich in der letzten Zeit ein absoluter Heißhunger nach Hefegebäck plagte, kam mir das ganz recht. Und sind wir mal ehrlich, die Milchbrötchen machen sich doch das ganze Jahr über wunderbar auf dem Tisch. Ob zu einer Tasse Tee, zum Frühstück oder einfach zwischendurch.




Traditionell werden sie mit Rosinen und verschiedenen Gewürzen verfeinert. So ganz traditionell sind sie jetzt nicht geworden. Wir sind nämlich offizielle Rosinen-Verschmäher. Statt Rosinen durften gertocknete Cranberrys und weiße Schokoladenstückchen den Teig schmücken. Nach dem Backen mit warmer Aprikosenmarmelade überziehen und fertig. Schwer verliebt!



Hefeteig ist ja so eine Sache, nicht wahr. Man hört immer wieder wie kompliziert das ist. Dieser böse böse Hefeteig. Bisher habe ich mich zweimal daran versucht und beide Male war das Ergebnis super. Auch diesmal hat es einwandfrei funktioniert, auch wenn ich zwischendurch sicher fünf mal Probegucken war, ob sich auch wirklich was tut. Hachja Hefeteig, dass mit uns beiden wird schon was.



Euch erwartet warmer Teig, klebrige Aprikosenglasur und weiche geschmolzene Schokoladenstückchen. Zum verknallen! Ob mit Vanillesoße serviert oder mit Butter und Marmelade bestrichen, sie schmecken fantastisch. Ich bin hin und weg - ab sofort eines meiner Lieblingsrezepte zu Ostern (oder auch zu jeder anderen Zeit).



Hot Cross Buns mit Cranberrys und weißer Schokolade

(für 12 Stück)


Zutaten:


Hefeteig:

55 g Butter

250 g Milch

475 g Mehl

1 Pck. Trockenhefe (7g)

50 g Zucker

1 Pck. Vanillezucker

1 Prise Salz

1 Ei

60 g getrocknete Cranberrys

50 g weiße Schokolade


Kreuze:

1 TL Zucker

50 g Mehl

ca. 5 EL kaltes Wasser

2 EL Aprikosenkonfitüre


Zubereitung:


Die Butter zusammen mit der Milch in einem kleinen Topf erhitzen, bis die Butter geschmolzen ist. Nicht zum kochen bringen. Vom Herd nehmen und so lange abkühlen lassen, bis die Mischung lauwarm ist. Mehl zusammen mit der Hefe, Zucker, Vanillezucker und Salz mischen. Sobald die Milchmischung abgekühlt ist, wird sie zu den trockenen Zutaten gegeben. Das Ei ebenfalls hinzufügen. Nun alles mit der Küchenmaschine und Knethaken für etwa 5-7 Minuten kneten. Der Teig sollte sich dann leicht vom Schüsselrand lösen und nicht mehr kleben bleiben. Sollte dies nicht der Fall sein, einfach noch etwas weiter rühren und ein wenig Mehl dazu geben. Den Teig aus der Schüssel holen und auf einer leicht bemehlten Fläche kurz durchkneten. In eine saubere Schüssel geben und mit einem Geschirrtuch abgedeckt an einem warmen Platz ca. 1 Stunde und 15 Minuten gehen lassen.


Nachdem der Teig aufgegangen ist, aus der Schüssel holen und nochmals vorsichtig 1-2 mal kneten. In 12 gleichgroße Portionen teilen (bei mir lagen alle zwischen 70-90 g). Die Schokolade grob hacken und zusammen mit den getrockneten Cranberrys in die Teigstücke einarbeiten. Die Buns mit einem Abstand von ungefähr 2 cm auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und nochmals eine Stunde abgedeckt gehen lassen.


Ofen auf 200° C Ober und Unterhitze vorheizen.

Für die Kreuze Mehl und Zucker mischen. Das Wasser löffelweise dazugeben und gut verrühren, bis eine dicke Masse entstanden ist. Die Mehlmasse in eine Spritztülle füllen und auf die Buns geben. Für 20 Minuten auf mittlerer Schiene backen. In der Zwischenzeit die Aprikosenkonfitüre in einem Topf geben und leicht erwärmen. Nachdem die Buns aus dem Ofen kommen, sofort mit der Konfitüre bestreichen.


Sollten noch Buns übrig bleiben, kann man sie später super einfach nochmal kurz in der Mikrowelle erwärmen oder toasten.



Habt den sonnigsten Sonntag meine Lieben!